Warum ist die Erziehung an sich und somit unser professionelles Erziehungsverhalten im schulischen Kontext Emotionale und soziale Entwicklung von so großer Bedeutung?
Wie könnte ein professionalisierte Erziehungsverhalten hierzu beitragen? Wie könnte es konkret aussehen?
Mit Lehramtsanwärter*innen (LAA), Studierenden im Praxissemester und Lehrer*innen in Ausbildung (LiA) aber auch mit Schulleiter*innen und Kolleg*innen von Regelschulen tausche ich mich häufig über theoretische, optimale Bedingungen für Gemeinsames Lernen aber auch über die praktische Umsetzung im Alltag aus. Denn jenseits theoretisch beschriebener Umsetzungsmöglichkeiten von inklusiver Beschulung von ES-Schülerinnen und Schülern findet vor Ort vielmehr die Alltags-, bzw. Realitätsvariante dessen statt, was eine mittlerweile beinahe unüberschaubare Anzahl von Publikation zum Schlagwort Inklusion hergibt.
Ich komme gerade von einer ganztägigen Fortbildung in einer großen Realschule in NRW wieder, die mich anfragte, um Antworten und neue Angebote als Reaktion auf die zunehmende Heterogenität ihrer Schüler*innenschaft zu kreieren. Auch in diesem Kontext wurde ich nach meiner ganz persönlichen Idee von Inklusion und inklusiven Unterricht im Bereich ES gefragt im Sinne von „Wie würden Sie es umsetzen, wenn Sie an eine Schule des gemeinsamen Lernens versetzt würden? So ganz praktisch."
Sonderpädagogische Lehramtsanwärter*innen aber auch sonderpädagogische Lehrer*innen stehen vor Unterrichtsbesuchen, bzw. im Unterrichtsalltag immer wieder vor der Frage, wie sich Förderziele zur sonderpädagogischen Förderung finden lassen, bzw. wie sich sie ergeben und wie sich der Prozess sonderpädagogischer Förderung an sich systematisieren und theoriegeleitet ausgestalten lässt.
Diese Frage begleitet mich meine gesamte berufliche Tätigkeit seit den späten 90er Jahren. Damals war ich Kinderkrankenpflegerauszubildender in Bethel und lernte die Arbeit im Langzeitpflegebereich für epilepsiekranke Kinder kennen, die häufiger mit psychischen Problemen leben. Als junger Auszubildender fragte ich den Psycholog*innen und Ärzt*innen Löcher in den Bauch und wir diskutierten auch die Frage, ob psychische Störungen insgesamt zunähmen oder nicht. Seit dieser Zeit arbeite ich mit Kindern und Jugendlichen, die häufig an psychischen Störungen erkrankt sind und/oder als verhaltensgestört bezeichnet werden (im schulischen Kontext).
Hier möchte ich der Frage nachgehen, ob die psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen tatsächlich zunehmen. Auch in Lehrerzimmern ist häufig die Rede davon, das Schüler*innen im Vergleich zu früher immer auffälliger würden. Ist das so?
Kooperative Kompetenzen sind im ES-Bereich häufig Zielgegenstand sonderpädagogischer Förderung. Es findet sich zu diesen Schlagworten genügend einschlägige Fachliteratur, mittlerweile liegt sogar eine kompetenzorientierte Matrix für diesen Bereich vor, der (sonderpädagogischen) Lehrkräften die komplexe Aufgabe abnimmt, sich fachlich zu vergewissern, welche kooperativen Kompetenzen eher als basal zu verorten sind und welche Kompetenzen einem altersangemessenen Entwicklungs-, bzw. Kompetenzstand entsprechen.
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