Empathie, Perspektivübernahme und Theory of mind werden als Unterrichtsziele oder immanenter Unterrichtsbestandteil nicht nur in Fachdidaktiken (z. B. Deutsch, das Verfassen eines Tagebucheintrages aus der Perspektive der Protagonistin, in Geschichte das Sich-hinein-Versetzen in einen Bauernjungen, dessen bäuerlicher Vater in vergangenen Zeiten des Feudalismus durch ungestrafte ritterliche Hand zu Tode kam oder in Gesellschaftslehre das Diskutieren von konträren Standpunkten und somit immanente Verstehen der sachlichen und emotionalen Reaktion des Gegenübers) häufig geschnitten, zu fördern intendiert oder sogar ausdrücklich vorausgesetzt. Aus sonderpädagogischer ES-Sicht lohnt es sich, etwas genauer auf diese drei Begrifflichkeiten zu schauen und festzustellen, dass bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf häufiger als vermutet in diesen überfachlichen Bereichen Lernbarrieren bestehen. Wie könnte zum Beispiel ein Zugang zu überfachlicher (sonderpädagogischer) Förderung aussehen?
Umsetzung einer Akzentuierung von Fachlichkeit im Kontext Förderschule ES
Es erfolgt in der Planung eine Fokussierung des fachdidaktisch relevanten Kompetenzbereichs Urteilskompetenz (siehe Kernlehrplan NRW) des Fachs Gesellschaftslehre, inhaltlich wird der Komplex Drogen thematisiert und sei wie folgt kurz skizziert:
„Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen. Wodka-E, um die Sorgen zu ersaufen. Alles, was ich weiß: Liebe kann man sich nicht kaufen. Und das Leben ist zu kurz, um nicht zu rauchen.“
"In Zeiten vielfältiger Umbrüche und sich dynamisch verändernder (Schul- und) Lebenswelten sowie zunehmender Pluralisierung von Lebensrealitäten (auch durch Inklusion im Bildungssektor) erscheint es uns Zeit für ein flexibleres Denken von sonderpädagogischer Förderung. Dabei scheint es zugleich sinnvoll zu sein, auf die oben beschriebenen Veränderungen unserer Profession mit einem höheren Maß an Dynamik bzw. Variabilität sonderpädagogischer Unterrichtsplanung in der wesentlichen Dimension der Zielformulierung zu reagieren. Zudem sollte sich das Bewusstsein regelrecht auf die Suche nach Themen und Zielen richten, die in Zielbereichen sogar eine Art Immanenz (bereichsspezifischer) sonderpädagogischer Förderung in Fachinhalten annimmt." (Lang/Walbert 2021, S. 29)
Die Ausbildungsordnung (§11, 3 OVP NRW) fordert, dass der Lehrerinnen- und Lehrernachwuchs seine Medienkompetenz zeigt, indem ein lernfördernder Einsatz von „modernen Informations- und Kommunikationstechniken“ im Unterricht etabliert wird.
Wie dies vor Ort realisiert werden kann, hängt sicherlich stark von den jeweiligen technischen Bedingungen der Schulen ab. Ich habe in diesem Beitrag viele von mir als hilfreich oder informativ erachtete Links, Tipps und (Hintergrund-) Informationen zusammengestellt.
Die ES-Sonderpädagogik greift gerne und häufig auf die Entwicklungspsychologie als wichtige Hilfsdisziplin zurück. Da ich das Reflektieren des eigenen erzieherischen Verhaltens in ES so außerordentlich wichtig finde, ist es natürlich ebenso wichtig, über Bezugssysteme als Referenz für eigenes Handelns zu verfügen. In diesem Fall beziehe ich mich auf Laura E. Berk und die von ihr beschriebenen Erziehungsstile und versuche zu begründen, was die positiven Effekte des Verfolgens eines bestimmten Erziehungsstils sind.
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