In diesem kleinen historischen Exkurs wird den ideengeschichtlichen Begrifflichkeiten der Disziplin ES nachgegangen: Was in der Bundesrepublik viele Jahre Verhaltensgestörtenpädagogik, Erziehungsschwierigenpädagogik und Schule für Erziehungshilfe hieß, wird heute deutschlandweit einheitlich Emotionale und soziale Entwicklung genannt.
Die föderale Verfasstheit des deutschen Bildungssystems führt leider nicht immer zu einem oft herangezogenen Wettkampf der besten Ideen, sondern im Fall der Regelungen und Informationen zur Gewährung von Nachteilsausgleichen vielmehr zu einem Wirrwarr des Suchens von Antragsmöglichkeiten und Informationen, was Nachteilsausgleiche überhaupt sind. Für diesen Beitrag recherchierte ich die Informationen aller Bundesländer, was sich in einigen Fällen beinahe als Detektivarbeit entpuppte. Herausgekommen sind umfangreiche Informationen zum Nachteilsausgleich, konkrete Fallbeispiele und Umsetzungsmöglichkeiten.
Sonderpädagogischer Unterricht verfolgt zusätzlich zum Unterricht der Allgemeinen Pädagogik eine zusätzliche Zielebene: die der Entwicklungsziele (oder Förderziele). Ganz praktisch ergibt sich nun die Herausforderung, mit Schülerinnen nicht nur die Ergebnissicherung, bzw. Lernzielerreichung des curricularen Fachinhaltes am Ende vom Unterricht durchführen zu müssen, denn es gibt ja noch die individuellen Entwicklungsziele (die in NRW als Alleinstellungs- und Hauptmerkmal sonderpädagogischer Unterstützung angesehen werden können). Hier wird eine einfach umzusetzende Möglichkeit in Kombination mit der Check-In-und-Check-Out Methode von Hintz & Paal dargestellt.
Ich habe einige Gedanken zur Variabilität im Zielkomplex sonderpädagogischen Unterrichts ergänzend zum damaligen Artikel von Walbert und mir in der Zeitschrift für Heilpädagogik (1, 2021) "Variable sonderpädagogische Unterrichtsplanung – neue Impulse der sonderpädagogischen Unterrichtsplanung in der Fachrichtung Emotionale und soziale Entwicklung" notiert und eine aktualisierte Übersicht des Zielkomplexes erstellt.
Im Kindes- und Jugendalter findet eine Verdichtung der Bewältigung lebensphasentypischer Entwicklungsaufgaben statt: Viele von uns haben das zufällige Glück, dass die individuellen Lebensbedingungen (verkürzt*: primäre Sozialisation im Elternhaus, biologische Ausstattung, sekundäre Sozialisation in Kindergarten, bzw. Schule und näherem sozialen Umfeld und der aus dieser Melange resultierende Umgang mit jeweils alterstypischen Herausforderungen einigermaßen gelang und weiterhin gelingt) sich derartig darstellen, dass sich in den soeben (sicherlich unvollständig) aufgezählten Bereichen und entsprechenden Entwicklungen keine nachhaltigen, dauerhaften Beeinträchtigungen herauskristallisierten.
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