Wie entfaltet sonderpädagogische Förderung in ES ihre Wirkung? Vier Dimensionen sonderpädagogischer Förderung in ES

Von Alexander Lang

„Was unterscheidet sonder­pädagogischen Unterricht in ES denn von Unterricht in den allgemeinen Schulen?“ ist eine Frage, die mir in den letzten zwei Jahrzehnten häufig gestellt wurde und nach wie vor gestellt wird. Hinter dieser Frage steckt in der Regel ein Blick von außen, diese Frage wird mir also meistens von Lehrkräften oder sonstigen Gesprächs­partner*innen gestellt, die nicht dem sonder­pädagogischen ES-Lehramt angehören.

Die gleiche Frage wird mir aber auch innerhalb sonder­pädagogischer Lehrämter gestellt, sie lautet dann eher „Was unterscheidet denn ES-Unterricht von dem anderer sonder­pädagogischer Fach­richtungen?“, häufig mit einem „denn“ dahinter.

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Schule anders gestalten: Die Schulstation

Von Alexander Lang

Das deutsche Schulsystem erscheint aus ES-Sicht arg leistungs­lastig, fixiert auf Konformität, Funktionieren­müssen und scheinbar linearem "Erfolgszuwachs" von der ersten Klasse bis zum erhofften Fernziel Abitur. Trotz des nach wie vor segregativen mehrgliedrigen Aufbaus erkenne ich keine ausreichenden Bemühungen, der Vielfalt des kindlichen und jugendlichen Soseins im Kontext Schule gerecht zu werden. Aus meiner ES-Minoritäts­perspektive wünschte ich mir einige tiefergehende Ver­änderungen des Umsetzens von Schule und würde sie gerne anders gestalten. Mit dem Konzept Schul­station kann ein erster Schritt getan werden...

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Individuelle Lernvoraussetzungen im Sinne sonderpädagogischer Diagnostik als Grundlage variabler sonderpädagogischer Unterrichtsplanung in ES

Von Alexander Lang

In der Sonder­pädagogik nimmt bis heute der Bereich „Diagnostische Kompetenz“ eine Stellung von herausragender Bedeutung ein. Vera Moser beschreibt Diagnostische Kompetenz sogar als sonder­pädagogisches Professions­merkmal (Moser 2005, S. 29).

Zur Zeit meiner Ausbildung Anfang der 2000er (Studium in Köln, Referendariat in Hamburg) wurden mir gar keine expliziten Handlungs­anweisungen an die Hand gegeben, um „sonder­pädagogische Diagnostik“ zu betreiben. Im Studium gab es zwar Seminare zu Diagnostik, die sich allerdings auf psychologische Tests oder Screening­verfahren beschränkten und den Fokus sehr weit stellten und weniger auf die situations-, kontext- und fachspezifischen Lernvoraus­setzungen für eine sonder­pädagogische Unterrichts­planung abzielten.

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Emotionale und soziale Kompetenzen fördern? (Wie) Geht das?

Von Alexander Lang

Ich spreche und schreibe häufig von "ES" und meine damit die Namens­gebung der sonder­pädagogischen Fachrichtung Emotionale und soziale Entwicklung. Wie selbst­verständlich wird diese Begrifflichkeit im heutigen Schulalltag und fachlichen Diskurs deutschlandweit benutzt. Vor nicht einmal 30 Jahren sah dies noch ganz anders aus: In Köln studierte ich "Erziehungs­schwierigen­pädagogik", um danach in Hamburg in "Verhaltens­gestörten­pädagogik" ausgebildet zu werden.

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