Ich spreche und schreibe häufig von "ES" und meine damit die Namensgebung der sonderpädagogischen Fachrichtung Emotionale und soziale Entwicklung. Wie selbstverständlich wird diese Begrifflichkeit im heutigen Schulalltag und fachlichen Diskurs deutschlandweit benutzt. Vor nicht einmal 30 Jahren sah dies noch ganz anders aus: In Köln studierte ich "Erziehungsschwierigenpädagogik", um danach in Hamburg in "Verhaltensgestörtenpädagogik" ausgebildet zu werden.
Welche Entwicklungen und Bedeutungen stecken hinter diesen Begrifflichkeiten? Zudem stecken hinter den vermeintlich einschlägig bekannten Begriffen Emotionen/ Emotionale Kompetenzen/ Emotionale Entwicklung und Soziales/ Soziale Kompetenzen und Soziale Entwicklung keine eindeutigen, leicht zugänglichen Bedeutungen, sondern vielmehr ein Sammelsurium von Konzepten, die antinomisch nebeneinander stehend gesehen werden müssen. Wie kann es dann möglich sein, Kompetenzen in diesen Bereichen sonderpädagogisch fördern zu können?
Weiterlesen … Emotionale und soziale Kompetenzen fördern? (Wie) Geht das?
Es erfolgt in der Planung eine Akzentuierung der Fachlichkeit in der Variante "methodische Immanenz" zum Thema Sprachbewusstheit entwickeln in Partnerarbeit.
Weiterlesen … Variable sonderpädagogische Unterrichtsplanungen V - Fachliche Akzentuierung durch "methodische Immanenz"
Eine mir aus meiner eigenen ES Alltags-Unterrichtspraxis vertraute Variante sonderpädagogischer Unterrichtsplanung ist, dass das Förderziel zum Fachziel wird. Sowohl im Sek I-Bereich als auch in der Primarstufe führte ich verschiedene Trainingsprogramme, z. B. Fit for Life oder Lubo aus dem All, durch.
Im Gegensatz dazu sehe ich als ES Fachleitung so gut wie nie Unterrichtsstunden, die auf Trainingsprogrammen zur Prävention vor allem im Bereich Sozialverhalten, Umgang mit aggressivem Verhalten, Verbesserung der Emotionsregulation oder allgemein den Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen abzielen.
Woran liegt das? Und wie ist ein solches Trainingsprogramm aufgebaut? Wie sehen Fachziele aus, wenn (überfachliche) Förderziele zu Fachzielen werden?
Weiterlesen … Variable sonderpädagogische Unterrichtsplanungen IV - Förderziel als Fachziel
Empathie, Perspektivübernahme und Theory of mind werden als Unterrichtsziele oder immanenter Unterrichtsbestandteil nicht nur in Fachdidaktiken (z. B. Deutsch, das Verfassen eines Tagebucheintrages aus der Perspektive der Protagonistin, in Geschichte das Sich-hinein-Versetzen in einen Bauernjungen, dessen bäuerlicher Vater in vergangenen Zeiten des Feudalismus durch ungestrafte ritterliche Hand zu Tode kam oder in Gesellschaftslehre das Diskutieren von konträren Standpunkten und somit immanente Verstehen der sachlichen und emotionalen Reaktion des Gegenübers) häufig geschnitten, zu fördern intendiert oder sogar ausdrücklich vorausgesetzt. Aus sonderpädagogischer ES-Sicht lohnt es sich, etwas genauer auf diese drei Begrifflichkeiten zu schauen und festzustellen, dass bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf häufiger als vermutet in diesen überfachlichen Bereichen Lernbarrieren bestehen. Wie könnte zum Beispiel ein Zugang zu überfachlicher (sonderpädagogischer) Förderung aussehen?
Weiterlesen … Variable sonderpädagogische Unterrichtsplanungen III - Duale Planung & "didaktischer Dreischritt"
Umsetzung einer Akzentuierung von Fachlichkeit im Kontext Förderschule ES
Es erfolgt in der Planung eine Fokussierung des fachdidaktisch relevanten Kompetenzbereichs Urteilskompetenz (siehe Kernlehrplan NRW) des Fachs Gesellschaftslehre, inhaltlich wird der Komplex Drogen thematisiert und sei wie folgt kurz skizziert:
„Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen. Wodka-E, um die Sorgen zu ersaufen. Alles, was ich weiß: Liebe kann man sich nicht kaufen. Und das Leben ist zu kurz, um nicht zu rauchen.“
(Capital Bra / Samra: Tilidin)
Weiterlesen … Variable sonderpädagogische Unterrichtsplanungen II - Fachliche Akzentuierung
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