
In einem frühen Blogeintrag auf dasistES.info beschrieb ich folgende Szene: „Unlängst saß ich in einer Besprechungsrunde aller ES-Fachleitungen NRWs. Ein geladener Referent (Psychiater) führte zu einer Diskussion zu dieser Thematik knapp und überzeugend aus, dass unseren pädagogischen Angebote seiner Überzeugung nach nicht ihre Wirkung entfalten werden, wenn Schüler*innen mit psychiatrischen Auffälligkeiten ohne jede Unterstützung in der Schule säßen. Mit meinem Sitznachbarn flüsterte ich etwas ähnliches wie "aber wir haben doch auch immer wieder Schüler*innen bei uns sitzen, die eben von jenen psychiatrischen Einrichtungen wieder nach Hause geschickt werden". Und sie sitzen dann am nächsten Tag wieder in der Klasse...".
D. h. ich hegte durchaus Zweifel an der positivistischen Einschätzung des Psychiaters hinsichtlich medizinischer "Heilungserfolge" (in diesem konkreten Fall ging es um DMDD und einer möglichen erfolgreichen Pharmakotherapie).
Was kann, was muss ES an Angeboten bereitstellen, bzw. entwickeln, um auch für diese Schüler*innenschaft zuständig bleiben zu können?
Weiterlesen … Schulische Angebote auf Distanz (Corona) für nicht (bzw. noch nicht wieder) erreichbare Schülerinnen und Schüler als Kooperationsaufgabe zwischen Schulsozialarbeit und sonderpädagogischer Förderung in ES
„Was unterscheidet sonderpädagogischen Unterricht in ES denn von Unterricht in den allgemeinen Schulen?“ ist eine Frage, die mir in den letzten zwei Jahrzehnten häufig gestellt wurde und nach wie vor gestellt wird. Hinter dieser Frage steckt in der Regel ein Blick von außen, diese Frage wird mir also meistens von Lehrkräften oder sonstigen Gesprächspartner*innen gestellt, die nicht dem sonderpädagogischen ES-Lehramt angehören.
Die gleiche Frage wird mir aber auch innerhalb sonderpädagogischer Lehrämter gestellt, sie lautet dann eher „Was unterscheidet denn ES-Unterricht von dem anderer sonderpädagogischer Fachrichtungen?“, häufig mit einem „denn“ dahinter.
„Denn…“ die SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in ES lassen sich von denen der anderen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte darin unterscheiden, dass...
Weiterlesen … Wie entfaltet sonderpädagogische Förderung in ES ihre Wirkung? Vier Dimensionen sonderpädagogischer Förderung in ES
Das deutsche Schulsystem erscheint aus ES-Sicht arg leistungslastig, fixiert auf Konformität, Funktionierenmüssen und scheinbar linearem "Erfolgszuwachs" von der ersten Klasse bis zum erhofften Fernziel Abitur. Trotz des nach wie vor segregativen mehrgliedrigen Aufbaus erkenne ich keine ausreichenden Bemühungen, der Vielfalt des kindlichen und jugendlichen Soseins im Kontext Schule gerecht zu werden. Aus meiner ES-Minoritätsperspektive wünschte ich mir einige tiefergehende Veränderungen des Umsetzens von Schule und würde sie gerne anders gestalten. Mit dem Konzept Schulstation kann ein erster Schritt getan werden...
Weiterlesen … Schule anders gestalten: Die Schulstation

Was soll ich denn bloß mit diesem Schüler machen?
Oder: Gibt es Rezepte im Umgang mit Schülerinnen und Schülern in schwierigen pädagogischen Situationen?
Immer wieder werden wir Sonderpädagog*innen und hier im speziellen die Lehrerinnen und Lehrer der sonderpädagogischen Fachrichtung Emotionale und soziale Entwicklung gefragt, was in schwierigen pädagogischen Situationen zu tun ist. Die Kolleg*innen, die sich in einer herausfordernden oder auch extrem belasteten Situation befinden, möchten wissen, was genau bei bestimmten auffälligen, störenden Verhalten zu tun sei: Gibt es da nicht genau die eine Maßnahme oder die eine Reaktion bei dem einen störenden Verhalten? Die Antwort ist: Leider nein! Es gibt keine Rezepte, nur eine Vielzahl von Möglichkeiten pädagogisch sinnvoll zu handeln.
Weiterlesen … Prävention und Intervention bei Unterrichtsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten - Maßnahmenkatalog
In der Sonderpädagogik nimmt bis heute der Bereich „Diagnostische Kompetenz“ eine Stellung von herausragender Bedeutung ein. Vera Moser beschreibt Diagnostische Kompetenz sogar als sonderpädagogisches Professionsmerkmal (Moser 2005, S. 29).
Zur Zeit meiner Ausbildung Anfang der 2000er (Studium in Köln, Referendariat in Hamburg) wurden mir gar keine expliziten Handlungsanweisungen an die Hand gegeben, um „sonderpädagogische Diagnostik“ zu betreiben. Im Studium gab es zwar Seminare zu Diagnostik, die sich allerdings auf psychologische Tests oder Screeningverfahren beschränkten und den Fokus sehr weit stellten und weniger auf die situations-, kontext- und fachspezifischen Lernvoraussetzungen für eine sonderpädagogische Unterrichtsplanung abzielten.
Weiterlesen … Individuelle Lernvoraussetzungen im Sinne sonderpädagogischer Diagnostik als Grundlage variabler sonderpädagogischer Unterrichtsplanung in ES
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