Komorbiditäten
von Alexander Lang

Komorbiditäten (das gleichzeitige Auftreten verschiedener Psychischer Störungen)
Psychische Störungen treten häufig einhergehend mit Symptomen von oder weiteren psychischen Störungen auf. Im Buch „Souverän unterrichten bei schwierigem Verhalten“ [1] stellt der Autor des vorliegenden Buchs am Beispiel von ADHS verdeutlichend fest, wie hoch dieses Auftreten von Begleiterkrankungen sein kann. ADHS ist stark mit komorbiden Psychischen Störungsbildern verknüpft, d. h., es gibt eine hohe Zahl von Begleiterkrankungen. In solchen Fällen kann davon ausgegangen werden, dass sich Schwierigkeiten im Alltag, insbesondere im schulischen Kontext, häufen und gegenseitig verstärken. Bei bis zu 85% der von ADHS-Betroffenen besteht eine zusätzliche komorbide psychische Störung und in 60 % der Fälle mehrere Komorbiditäten.
Insgesamt zeigt sich, dass bei 50 % aller Kinder und Jugendlichen mit einer Psychischen Störung zusätzlich mindestens eine weitere Psychische Störung vorliegt. [2] Nachfolgend finden Sie die am häufigsten auftretenden „Begleiter“. Für viele der oben aufgelisteten Psychischen Störungsbilder können ebenfalls Komorbiditäten (in verschiedener Gewichtung zueinander) angenommen werden:

Übersicht der Komorbiditäten bei ADHS
Fußnoten
[1] vgl. Lang 2024, S. 97/98
[2] vgl. Hartmann et al. 2023, S. 2
Literatur
⇒ zum Literaturverzeichnis des Themenschwerpunkts "Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen" mit und ohne ES
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Themenschwerpunkt "Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen" mit und ohne ES
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